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Alt 10.09.2007, 11:03   #8
robert234
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@Latin: Über "kein Mitleid" oder gar Schadenfreude brauchen wir nicht reden, das hat was mit der persönlichen Einstellung zu fremdem Leid zu tun, auch mit der sogenannten "sozialen Kompetenz", die man hat oder eben nicht. Mir tut jeder leid dem es mies geht, auch wenn er ein gut Teil eigene Schuld an diesem Zustand tragen sollte, was man bei der Anwendung von Roids regelmäßig annehmen muß. Niemand zwingt einen schließlich zu stoffen, und die Frage ist einmal mehr: was war zuerst da, die Henne oder das Ei?

Ohne daß erst mal jemand (bzw. etliche) angefangen hat sich mit Hilfe der Roids einen Körper aufzubauen der weit über dem liegt was man auf natürliche Weise erreichen kann, hätte es ja nicht zu der neuen Referenz kommen können wie massig ein Body auszusehen hat. Da gab es eben einige Vorreiter, und andere haben dann nachgezogen, um nicht chancenlos zu sein. Soweit das im Wettkampf-Bereich erfolgt ist das schon bedauerlich, aber wie man zugeben muß unumgänglich. Aber gemessen an der Gesamtzahl der Stoffer stellen doch die Wettkampf-BBer heutzutage eindeutig eine Minderheit, auch der junge Mann von dem Pharma oben berichtet hat ist doch kein Wettkampf-BBer gewesen.

Und für reine Hobby- und Freizeit-BBer finde ich es einfach nicht akzeptabel, daß man den Roidkonsum als etwas Selbstverständliches ansieht oder es gar auf die Gesellschaft im übrigen delegiert, die einen zu einem übertriebenen Körper verleitet hätte. Es ist jedermanns eigene Entscheidung, ob er sich mit sagen wir mal 85 kg zufrieden gibt, oder meint erst bei trockenen 105 kg sähe er so richtig gut aus. In den Köpfen Einzelner sind da offenbar die Maßstäbe durcheinander geraten, das ist das Problem.

Mir hat noch nie jemand gesagt ich müßte mehr Masse haben, noch mehr drücken oder was weiß ich. Wenn ich anfangen würde zu stoffen, dann jedenfalls nicht weil es die Gesellschaft so wollte, sondern weil ich selbst meinte es müßte noch mehr werden.

Natürlich ist es mit den Roids allein nicht getan, und wer die Erfolge nur darauf stützt hat von der Sache keine Ahnung. Aber Trainingsfleiß, Disziplin und harte Arbeit mit vielen Entbehrungen im Alltag sind gleichermaßen auch bei ernsthaften Naturalathleten gefragt, und ich finde die behandeln ihren Körper weil sie auf gesundheitlich belastende Mittelchen verzichten sogar noch respektvoller als die Stoffer.

Trotzdem ist kein Raum für Häme, es gibt nichts was einen zu freuen hat wenn es einem anderen schlecht geht.
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Alle großen Dinge sind einfach und viele können mit einem einzigen Wort ausgedrückt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung.
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