1.Latziehen ist was für Mädchen! Das darf meine Frau machen, Ausnahme: Du hast bereits soviel Masse entwickelt wie einige Profis, die mit Klimmzügen oft auch erstaunliche Schwierigkeiten haben- ist aber auch kein Wunder , wenn man sich die Beine der heutigen Profis anguckt- die stellen quasi beim Klimmziehen ein "körpereigenes Zusatzgewicht" dar.
@Master: Lass mich raten: Du bist auch noch kein Klimmzugmeister...macht aber nix- das wird alles.
Um einen breiten Rücken zu kriegen sind Klimmzüge immer noch das beste Mittel-ist jetzt einfach empirisch- das hat bei fast jedem funktioniert und funktioniert auch heute noch.
Cooper hat das eigentlich ganz nett beschrieben, ausserdem gibt es beim Latziehen 1000 Möglichkeiten, sich die Bewegung einfach zu machen- vor allem mit Schwung holen- beim Klimmziehen klappt das nicht. Auch Schwung holen ist eigentlich immer kontraproduktiv.
Ich hab am Anfang meiner Trainingskarriere auch immer Latziehen gemacht, bis mich dann mein erster Trainingspartner zu endlosen Klimmzugsessions genötigt hat. Das Ergebnis war, ich hab innerhalb relativ kurzer Zeit einen ganz anständigen Rücken damit erzielt, was mir vorher mit Latziehen nicht gelungen war. Und solche Geschichten hab ich auch bei vielen Anderen beobachten können. Das Ganze ist einfach persönliche Erfahrung, die sich vielfach bestätigt hat- einen medizinisch- physiologisch-was-weiß-ich-Hintergrund kann ich nicht liefern.
Zum Thema Grundmasse:
Also, es macht keinen Sinn,eine "Defi" zu machen, um ein Sixpack zu haben und definierte Muskeln, wenn man nicht wirklich schon recht muskulös ist, denn die traurige Wahrheit ist: In jeder Diät verliert man nicht nur Fett und Wasser sondern auch immer einen Teil Muskelmasse. Die Kunst ist natürlich, den Verlust derselbigen so gering wie möglich zu halten.Ich denke , die meisten von Euch können sich nicht wirklich vorstellen, wieviel Kilos man tatsächlich verliert, bis man dann das gewünschte Aussehen erreicht hat- und ich spreche hier noch nicht von einer bühnenreifen Wettkampfform.
Das heißt also: Jemand ist ca 1,80m groß, 85kg schwer und hat eine typische kleine Speckschicht und ein kleines Röllchen an der Seite- ist aber nicht wirklich fett und hat auch tatsächlich schon erkennbares Muskelrelief- und derjenige rechnet sich dann über irgendeinen Rechner einen KFA von - sagen wir mal 16% aus-möchte dann auf 10% runter- weil:dann hat man ja gut sichtbare Bauchmuskeln. Das Ganze läuft darauf hinaus, daß er theoretisch mit ca 10kg weniger eigentlich gut aussehen müßte. das klappt aber in der Praxis nicht! Selbst wenn er 20kg abnimmt, wird er immer noch nicht das Aussehen erreicht haben, was er sich vorstellt. Die meisten werden eh vorher aus Frustration die Diät abbrechen und in eine "Massephase" zurückkehren.
Was ich Euch damit erklären möchte, ist:
Ihr solltet Euch keine Gedanken um irgendwelche Details machen- und damit meine ich Gedanken über: Das optimale Arm- oder Wadentraining, oder irgendwelche Ernährungsfeinheiten, wichtig ist, daß ihr durch das Trainig der großen Muskelgruppen, also Oberschenkel, Rücken,Brust und Schultern erst mal reichlich Masse aufbaut, damit nach einer Diät überhaupt was von Euch übrigbleibt.
Macht Euch keine Sorgen um Eure Arme oder Waden- wenn ihr mal irgendwann vorgebeugtes Rudern oder Bankdrücken mit 130kg macht, werdet ihr mit Sicherheit deutlich dickere Arme haben als Euer Kollege, der sich in derselben Zeit mit Bizepscurls und Trizepsspezialübungen beschäftigt hat. Auch eure Waden werden durch schwere Kniebeugen immer ein bißchen mittrainiert.Wenn ihr erst mal deutlich massiver geworden seid,könnt ihr immer noch anfangen, an solchen Details zu arbeiten.Am Anfang macht das noch keinen Sinn.Bei einem Haus mauert man ja auch zuerst und verputzt dann