8 Wochen sind vllt. ausreichend um die Übungsausführung korrekt zu erlernen, nicht aber um Bändern und Sehnen ausreichend Zeit zu geben sich an die ungewohnte hohe Belastung anzupassen. Das Problem liegt nämlich darin, daß gerade in der ersten Zeit des Trainings besonders schnelle Kraftsteigerungen möglich sind, die hauptsächlich aus Verbesserungen in der intra- und innermuskulären Koordination resultieren. So schnell kommt da kein Band und keine Sehne mit, deshalb die Zeit von bis zu einem halben Jahr als besondere Phase der Anpassung.
Ein GK-Plan ist nicht schlechter als ein Split, verringert allerdings aus Zeitgründen die Übungsvielfalt etwas. Für einen Anfänger ist es aber nicht notwendig schon Feintuning bis ins letzte Detail zu betreiben, zunächst einmal gilt es sich auf Grundübungen zu konzentrieren, und die perfekt zu erlernen. Dafür ist ein GK-Plan super.
Eine Umstellung auf einen Split ist im Grunde erst dann erforderlich, wenn man mit dem GK-Plan ersichtlich auf der Stelle tritt, es also keine Fortschritte mehr gibt. Das erste halbe Jahr über sollte es da meist keine Probleme geben, aber das muß man einfach selbst beobachten.
Ich möchte auch mit dem Irrtum aufräumen, daß ein Split zwangsläufig der richtige "nächste Schritt" sei, oder ein Training um so besser und um so effektiver je höher man splittet. Das ist nicht so, und selbst wenn man nach einem Split trainiert hat kann ein zwischenzeitlicher Wechsel auf einen GK-Plan durchaus Nutzen haben.
Nimm Dir also den Plan von Seppl, suche Dir wo mehrere Übungen zur Auswahl stehen die aus die Dir am meisten zusagt, und ziehe den Plan erst mal jeden zweiten Tag durch. Grobes Ziel sind die nächsten 4 Monate, und nur wenn Du merkst daß Du damit nicht mehr weiter kommst wird auf einen Split gewechselt, den wir dann gemeinsam abstimmen können.
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