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An alles Sportbiologen...

Diskutiere An alles Sportbiologen... im Training Bereich; Hallo, es ist ja inzwischen allgemein bekannnt, dass Muskelkater durch feine Mikrorisse entsteht. Ich hab da aber noch ein paar Fragen: 1. Wieso spürt man ...


  1. #1

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    An alles Sportbiologen...

    Hallo,

    es ist ja inzwischen allgemein bekannnt, dass Muskelkater durch feine Mikrorisse entsteht. Ich hab da aber noch ein paar Fragen:

    1. Wieso spürt man den Muskelkater immer erst nach min. 24 Stunden? Wenn Risse entstehen, sollte das doch zu sofortigen Schmerzen führen?!

    2. Wenn Muskelrisse allein für den MK verantwortlich sind, welchen negativen Einfluss hat dann die Milchsäure (Laktat). Oder hat sie gar keinen negativen Einfluss?

    Bsp.:

    Training A:
    Hartes Training, so dass ein Muskelkater garantiert ist.

    Training B:
    Wie A, nur zusätzlich wird nach dem Krafttraining ein 30 minütiges Ausdauertraining im anaeroben Bereich absolviert.

    Wie wirkt sich das Ausdauertraining im anaeroben auf meinen Muskelkater aus?

    3. Wieso verschwinden die Schmerzen des MKs bei leichtem Training.

    4. Kann ich den MK durch leichtes Ausdauertraining am nächsten Tag minimieren (Muskel wird dann ja durchblutet und sollte so schneller regenerieren)?

    Über ein paar aufklärende Antworten würde ich mich freuen.

    Grüße
    dell
    Geändert von dell (25.06.2009 um 08:44 Uhr)

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  2. #2
    Moderator a. D. Avatar von robert234
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    Wieso spürt man den Muskelkater immer erst nach min. 24 Stunden? Wenn Risse entstehen, sollte das doch zu sofortigen Schmerzen führen?!
    Mit den winzigen Rissen gehen keine unmittelbaren funktionellen Störungen einher, das ist also ganz anders als ein handfester Muskelfaserriß. An den winzigen Verletzungen entstehen Entzündungen und leichte Schwellungen, diese sind es, die letztlich schmerzen. Der Hals tut einem ja auch weh, wenn er entzündet ist. Bis so eine Entzündung entwickelt ist, vergeht eine gewisse Zeit. Darum hat man den MK erst mit einiger Zeitverzögerung.

    Laktat ist - anders als früher angenommen - für den MK nicht verantwortlich. Eine Laktatanhäufung während des Trainings im Muskel kann jedoch die Arbeit desselben behindern bzw. letztendlich unmöglich machen. Mit dem MK hat das aber nichts zu tun.

    MK-bedingte Schmerzen verschwinden dann, wenn die Regeneration / Reparatur der Microtraumen so weit fortgeschritten ist, daß diese nicht mehr ins Gewicht fallen. Eine gute Durchblutung wirkt auf diese Wiederherstellungsprozesse förderlich, Bewegung (im Allgemeinen) sorgt für eine bessere Durchblutung.

    ein 30 minütiges Ausdauertraining im anaeroben Bereich
    Wie soll denn das gehen? Seit wann findet Ausdauertraining anaerob statt?

  3. #3

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    Hallo Robert vielen Dank!

    Zitat Zitat von robert234 Beitrag anzeigen
    Wie soll denn das gehen? Seit wann findet Ausdauertraining anaerob statt?
    OK, dann machen wir aus Ausdauertraining eben Belastung

    Eine Laktatanhäufung während des Trainings im Muskel kann jedoch die Arbeit desselben behindern bzw. letztendlich unmöglich machen
    OK, ich habe also keine Schmerzen, sondern mein Muskel versagt einfach früher?!

  4. #4
    hvk
    Avatar von hvk
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    Durch die Anhäufung von Lactat kommt es zu einer pH-Verschiebung in den sauren Bereich. Die Folge ist dann eine Azidose, die den intrazellulären Stoffwechsel stört...

  5. #5
    Avatar von joke
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    das ist quatsch die bicarbonat puffer lassen eine acidose nicht zu außer das entstandene co2 kann nicht abgeatmet werden was bei einem gesunden sportler ohne organschädigung nicht der Fall ist

    der lactatwert wird in der Sportmedizin nur zur Leistungsdiagnostik genutzt da bei einer hohen Leistungsfähigkeit länger pyrovat in den zitronensäurezyklus eingeschleust werden kann. Bei Überlastung wird durch die Glykolyse mehr Pyrovat erzeugt als im Zitronensäurezyklus verarbeitet werden kann und der Pyrovatüberschuss wird zur Milchsäure die in den Puffern des Blutes dann zu Lactat und Oxoniumionen zerfällt.

    Das Laktat wird dann von anderen Organen verwertet.

    Für den Muskelkater sind wie Robert schon gesagt hat die Mikrorisse verantwortlich !

  6. #6

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    Zitat Zitat von joke Beitrag anzeigen
    der lactatwert wird in der Sportmedizin nur zur Leistungsdiagnostik genutzt da bei einer hohen Leistungsfähigkeit länger pyrovat in den zitronensäurezyklus eingeschleust werden kann. Bei Überlastung wird durch die Glykolyse mehr Pyrovat erzeugt als im Zitronensäurezyklus verarbeitet werden kann und der Pyrovatüberschuss wird zur Milchsäure die in den Puffern des Blutes dann zu Lactat und Oxoniumionen zerfällt.

    Das Laktat wird dann von anderen Organen verwertet.

    Für den Muskelkater sind wie Robert schon gesagt hat die Mikrorisse verantwortlich !
    Das hört sich jetzt aber wieder so an, als hätte die Laktatbildung
    keinen negativen Einfluß?!

    Stimmt denn jetzt das was Robert gesagt hat?
    Kann das Laktat die Muskelarbeit behindern?

    Gruß dell

  7. #7
    hvk
    Avatar von hvk
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    Zitat Zitat von joke Beitrag anzeigen
    das ist quatsch die bicarbonat puffer lassen eine acidose nicht zu außer das entstandene co2 kann nicht abgeatmet werden was bei einem gesunden sportler ohne organschädigung nicht der Fall ist
    dazu einmal Wikipedia:
    Anaerobe Glycolyse (z. B. aufgrund von Sauerstoffmangel) und die vermehrte Bildung von Ketokörpern (durch Insulinmangel) führen im Gewebe zu einem Anstieg der Konzentration von sauren Stoffwechselprodukten (Laktat, Ketokörper) und so zu einer Gewebsazidose. Sie wird u. a. beim Schock, beim Herzstillstand, beim diabetischen Koma und bei schweren Durchblutungsstörungen beobachtet, vorübergehend und ohne Krankheitswert auch in der Muskulatur nach anaerober körperlicher Maximal-Belastung.
    und hinterher Klinke,Silbernagl (S.515):
    Wird Glucose zu Milchsäure abgebaut, fallen bei deren Abpufferung neben Lactat auch H+-Ionen an. Dies hat eine pH-Verschiebung in den sauren Bereich zur Folge. Die Protonenanlagerung an anionischen Gruppen führt zu Störungen des intrazellulären Stoffwechsels (Enzyme). Auch tritt eine konkurrenz mit anderen Kationen auf. Die Azidose ist letztlich für den Leistungsabbruch entscheidend.
    Geändert von hvk (25.06.2009 um 17:38 Uhr)

  8. #8

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    @dell die bildung von laktat und somit übersäuerung des muskels hat den effekt, dass der muskel zu schmerzen anfängt und die leistung abfällt. das würd ich schon als negativen einfluß bezeichnen.

  9. #9
    Avatar von joke
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    ist nicht mein gebiet studiere biochemie nicht medizin

    bleibe aber dabei eine acidose die die gefährlich werden könnte kann bei einem gesunden Menschen normalerweise durch reine Anstrengung nicht herbeigeführt werden da die Puffersysteme recht viel vertragen

    dass durch Konkurrenzreaktionen mit anderen Kationen die Leistungsfähigkeit herabgesetzt wird habe ich nicht bestritten

    für den Muskelkater ist das aber nicht verantwortlich

    und wichtig für den Erhalt des Energieniveaus während längerer körperlicher Anstrengung !

    hier ist es vielleicht besser erklärt was ich meine http://www.sport-und-training.de/art...ure-und-laktat wenn auch recht unwissenschaftlich
    Geändert von joke (25.06.2009 um 21:23 Uhr)

  10. #10
    Avatar von ImmerHungerHaber
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    Also auf jeden Fall wird ein Training an der anaeroben Schwelle danach nicht sehr förderlich sein, denke ich mir. Wenn dann lockeres regeneratives ausfahren.

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